Unerwünschte Ereignisse

Lücken in der Behandlungsdokumentation haben direkten negativen Einfluss auf Entscheidungen, Behandlungsergebnisse und Wirtschaftlichkeit.

Bei Mängeln in der Behandlungsdokumentation treten unerwünschte Ereignisse zwei- bis dreimal häufiger auf als bei umfassender und vollständiger Behandlungsdokumentation (Zegers 2011).

Bei ambulanten Patienten, die Schäden durch verpasste oder verzögertere Diagnosestellung erlitten hatten, wies die Behandlungsdokumentation in 42% der Fälle Mängel bei der Erhebung der Anamnese oder Mängel bei Untersuchung und Befunderhebung auf (Gandhi 2006).

Vermeidbare unerwünschte Ereignisse waren in 38% mit unzureichender Verlaufsbeobachtung, in 23% mit unzureichender Bewertung des Patientenstatus und in 8% mit schlechter Kommunikation der Behandler assoziiert (Levinson 2010).